Saisonales Obst und Gemüse: Die Vielfalt der Jahreszeiten schmecken

Prall gefüllt mit frischen Obst- und Gemüsesorten – das ist unser Kühlschrank hierzulande sogar im Winter. Erdbeeren, Tomaten oder Salat sind für viele sogar in der kalten Jahreszeit ein selbstverständlicher Genuss, obwohl die wärmeliebenden Lebensmittel bei uns zu Lande dann nicht natürlich wachsen. Das ganze Jahr über bieten Supermärkte nämlich Importware an. Fest steht: Wer auf Geschmack wert legt und klimabewusst einkaufen möchte, sollte eher auf saisonale Obst- und Gemüsesorten achten. Aber wann sollte man was kaufen? Und wächst bei uns jetzt eigentlich überhaupt etwas?

Früher gab es Erdbeeren im Mai, Kirschen im Sommer und Trauben im Oktober. Heute ist das vielfältige, große Angebot in den Supermärkten der Maßstab der Möglichkeiten und so gibt es, dank den modernen Anbau-, Lager und Transporttechniken, zahlreiche Obst- und Gemüsesorten mittlerweile nahezu das ganze Jahr zu kaufen. Doch nur weil Zitrusfrüchte, Tomaten und Co. im Supermarkt schön aufgereiht werden, heißt es nicht, dass das gut für unsere Umwelt ist. 

Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit

Weite Lebensmitteltransporte, insbesondere per Flugzeug, belasten das Klima. Das gleiche gilt, wenn heimische Produkte außerhalb der Saison in beheizten Treibhäusern angebaut werden. So zum Beispiel Tomaten. Die mögen es einfach heiß und werden deswegen meist aus Ländern wie Südafrika oder Marokko importiert. Das spiegelt sich in dem Energieverbrauch wider.

Die Wahl heimischer Saisonware bringt dagegen Vorteile für die Gesundheit, die Umwelt und den Gaumen mit sich. Unnötige Umweltbelastung durch lange Transportwege und übermäßiger Wasserverbrauch beim Anbau in trockenen Regionen können vermieden werden. Zudem weisen heimische Produkte meist weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln als importierte Ware auf, aber vor allem: es schmeckt einfach besser!

Mehr Geschmack auf dem Teller

Aber wann genau gibt es eigentlich Tomaten aus Deutschland? Und welchen Salat kann man im Winter essen? Was zunächst wie eine Einschränkung klingt, bietet die Möglichkeit, die Vielfalt im Wechsel der Jahreszeiten wieder neu zu entdecken. Während es beispielsweise die größte Auswahl an Gemüse und Obst hierzulande zwischen Juni und Oktober gibt, hat Salat zwei Saisons: Kopf- und Eisbergsalat sind Sommerprodukte, während Rucola und Feldsalat für den frischen Genuss im Winter sorgen. Wer nicht genau weiß, wann was regional erhältlich ist, dem hilft der Saisonkalender. Dieser bietet eine anschauliche Übersicht über alle temporär regionalen Produkte und­ eignet sich perfekt als Einkaufshilfe. So hat man die Köstlichkeiten der Jahreszeiten immer fest im Blick. Wer auf Sommer-Gemüse im Winter nicht verzichten kann, sollte auf Konserven und eingelegtes Gemüse im Glas umsteigen. Die leckeren Alternativen werden im reifen Zustand geerntet und haben sogar noch mehr Nährstoffe als frische Importlebensmittel.

Winter-Favoriten

Doch auch die kalten Monate haben tolles Saisongemüse zu bieten: Steckrüben, Rote Beete, Knollensellerie, Kürbis, Kartoffeln, Lauch, Süßkartoffel und Champignons, aber auch Salat wie Feldsalat, Chicorée, Radicchio, Endivien oder Portulak – es wird nicht langweilig auf dem Teller. Nicht zu vergessen: Winterzeit ist auch Kohlzeit! Egal ob Rotkohl, Grünkohl oder Rosenkohl – alles ist mit regionalem Ursprung erhältlich. Wer auf Obst nicht verzichten will und kann, setzt auf Äpfel und Birnen und zaubert, aufgepeppt mit heimischen Esskastanien, Walnüssen und Haselnüssen, leckere Desserts.  

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