Interview-Reihe – 6 Fragen an Federico von Bold Foods

Gründen erfordert Mut, Leidenschaft und eine Vision. Die Lebensmittelbranche zählt zu einer der größten Branchen in Deutschland und die Konkurrenz am Markt ist enorm. Umso wichtiger ist es daher sich mit kreativen Ideen, einem innovativen Konzept und einem einzigartigen Unternehmen hervorzuheben.

Für diese Interview-Reihe möchten wir einen Blick auf die Gedankenspiele und Motivationen des Bold Foods Teams werfen, sprechen über das Thema Gründen und was das Team antreibt.

Im zweiten Teil unserer Interview-Reihe stellen wir 6 Fragen an Federico, Co-Founder von Bold Foods.

 

Ein Start-Up zu gründen bedeutet immer Risiko. Warum lohnt sich das Investment?
Durch Essen die Welt jeden Tag ein klein wenig besser zu machen – das ist ein ganz besonderes Gefühl und sicherlich einer der Haupttreiber für uns.

Selbst nach langen Arbeitsnächten im Büro geht man mit einem Lächeln schlafen, wenn man weiß, dass neben dem Aufbau eines tollen Unternehmens man auch eine Zukunftsvision vorantreibt sowie Kunden mit tollen Produkten glücklich macht.

Warum nennt ihr euch eigentlich „Bold Foods“?
Unser Unternehmensnamen setzt sich aus den englischen Begrifflichkeiten „Bod“ – für „mutig“, „kühn“ oder „frech“ – sowie „Foods für „Lebensmittel“. Das beschreibt genau die Anforderungen, die wir heutzutage an uns und unsere Ernährung stellen. Wir stehen für etwas Neues, für Alternativen, für etwas, was vielleicht auch mal ein bisschen anders oder ungewöhnlich ist. Etwas, das unsere Geschmacksnerven neu belebt und unserem Körper und unserer Umwelt guttut. Wir sehen unsere Lebensmittel nicht nur als Sattmacher oder Genuss, sondern auch als Statement an. Denn uns ist es wichtig, welche Zutaten wir verwenden, wo diese herkommen und wie sie verarbeitet werden. Und: wir lieben Vielfalt!

Bold Foods steht u.a. für Nachhaltigkeit. Würdest du euch als Ökos bezeichnen?
Eher als „Neo-Öko“. Ein Neo-Öko ist der Welt aufgeschlossen und weiß, dass es für alle von Bedeutung ist darauf zu achten was man isst. Nicht nur Gesundheit spielt hier eine zentrale Rolle, sondern auch das Thema Klimawandel. Er genießt es sich mit anderen auszutauschen und gibt sein Wissen gerne weiter. Verurteilen war gestern, austauschen und lernen ist heute. Denn wir alle haben in Puncto Ernährung viel zu lernen und es macht Spaß gemeinsam etwas zu verändern.

Du bist Italiener – gutes Essen liegt in deiner DNA. Kann man den Klassiker, egal ob italienische oder deutsche, nachhaltiger und „bolder“ machen?
Klar, es gibt viel Innovationspotential auch bei altbewährten Klassikern. Auch wenn meine Großmutter sich vielleicht im Grab umdrehen könnte – scusami nonna.
Wie wäre es zum Beispiel mit einer Algenlasagne mit Insekten-Champignons-Hack und Hafermilch-Béchamelsauce? Also das klingt für mich nach einem bolden Klassiker, oder?

Vielleicht überlassen wir das Entwickeln von Rezepten doch lieber den Profis …

Was ist eure persönliche Vision für Bold Foods?
Mit Bold Foods möchte ich die Menschen davon überzeugen, ihre Ernährung zu überdenken und neue Pfade zu erkunden, die nicht von der aktuellen Lebensmittelindustrie bestimmt werden. Alternative Proteinquellen sollten in unserer Gesellschaft die Norm werden – nicht nur weil sie lecker schmecken, sondern auch unserem Planeten guttun.

Habt ihr noch Pläne für weitere Produkte?
Wir tüfteln stetig an neuen Produkten und haben natürlich ganz viele neue Ideen, sind gleichzeitig jedoch extrem selektiv in der Auswahl. Das bedeutet von 10 Ideen, verfolgen wir aktiv am Ende nur 1 bis 2. Wir halten euch auf dem Laufenden.