Weniger Fleisch essen – ja oder nein?

Egal ob Schnitzel, Bratwurst oder ein saftiges Steak, die Deutschen lieben Fleisch. Rund 60 Kilogramm verzehrt jeder Deutsche im Jahr. Damit ist der Fleischkonsum hierzulande doppelt so hoch im Vergleich zum weltweiten Verbrauch. Doch so lecker wie wir Deutschen Fleisch auch finden, unser Fleischkonsum hat zahlreiche Folgen für uns und den Planeten. Wir haben diese für euch zusammengefasst, damit ihr selbst entscheiden könnt: Weniger Fleisch – ja oder nein?

„Isst du Fleisch?” Das ist wohl eine der ersten Fragen, die man heute gestellt bekommt, wenn man essen geht. Denn in den modernen Zeiten beschäftigen wir uns vermehrt mit unserer Ernährung. Und täglicher Fleischkonsum steht in der Kritik. Nach neuesten Erkenntnissen kann er zu Übergewicht, Arterienverkalkungen und Schlaganfällen führen. Zudem kam die Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2015 aufgrund von zahlreichen Studien zu dem Ergebnis, dass verarbeitetes Fleisch wie beispielsweise Wurst sogar als krebserregend einzustufen ist. Viele Konsumenten sind aufgrund dieser anhaltenden Diskussionen verunsichert und wünschen sich mehr Informationen. Und die Industrie zieht nach: Egal ob vom Discounter, Bio-Bauernhof oder Metzger des Vertrauens, in Deutschland wird die Herkunft und Qualität des Fleisches immer transparenter für den Endverbraucher.

Weniger Fleischkonsum hat positiven Effekt auf Menschen und Klima

Jeder Deutsche isst in seinem Leben knapp 1100 Tiere, darunter 945 Hühner, 4 Kühe, 46 Schweine und andere Lebewesen. Das entspricht einem durchschnittlichem Jahresverbrauch von 60 Kilogramm pro Kopf. In einer neuesten Auswertung empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine starke Reduzierung –zwischen 300-600 Gramm Fleisch pro Woche sollen idealerweise konsumiert werden, das entspricht 16-31 Kilogramm pro Jahr. Die Reduktion von Fleisch soll sich nämlich im alltäglichen Leben nicht nur positiv auf unsere Gesundheit auswirken, sondern auch auf unsere Umwelt und insbesondere den Ressourcenschutz.

Laut des WWF sind circa 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung auf tierische Produkte zurückzuführen. Das kommt unter anderem durch den direkten Ausstoß von Lachgas, Methan und CO2, vor allem durch Wiederkäuer wie Rinder. Das haben bereits andere Länder erkannt und nutzen Insekten als nahrhafte und gesunde Nahrungsquelle. Buffalowürmer beispielsweise aus artgerechter Aufzucht benötigen sehr wenig Ressourcen. Die klimafreundliche Produktion eines Kilos der Würmer verursacht im Vergleich zu der Produktion eines Kilos Rindfleisch nur rund 7 Prozent CO2 und lediglich ein Viertel der Wasser- und Futtermenge. Und ganz nebenbei sind sie richtige Proteinbomben.

Neben den negativen Aspekten für Umwelt und Individuum spielen auch die ethischen Aspekte für viele Menschen eine wichtige Rolle bei der Bewertung des Fleischkonsums. Die Lebensumstände, denen Tiere in der Massentierhaltungen ausgesetzt sind, werden immer schärfer kritisiert. Viele haben daher aus moralischen Gründen Fleisch (beinah) vollständig aus ihrer Ernährung gestrichen. Andere setzten wiederrum auf Bio-Qualität oder gute Haltungsbedingungen für die Tiere.

Den Speiseplan bereichern

Auch wenn es der Mehrheit schwerfällt, auf Fleisch zu verzichten, so sprechen doch viele Aspekte dafür den Fleischkonsum zu reduzieren. Am Ende ist es eine persönliche Entscheidung ob und wie viel Fleisch man konsumieren möchte. Ein Veggie oder Vegan Day kann dabei schon viel bewirken und muss gar keine Entbehrung sein. Viele schmackhafte fleischlose Alternativen bereichern den Speiseplan und erweitern den Koch-Horizont. Auch innovative Neuheiten wie eben beispielsweise Insekten bieten neue leckere Möglichkeiten und kreative Rezeptideen. Übrigens: Einige Ideen für neue Lieblingsgerichte findet ihr auf unserem Blog. Und jetzt seid ihr gefragt: Was sind eure fleischlosen Rezepthighlights? Teilt sie mit uns auf Facebook und wir reposten unsere Lieblinge!